1. Die Bedeutung des Rapports
2. Verbales Pacing („Spiegeln“)
3. Spiegeln (Pacing) der Körperhaltung und –bewegung (Direkt und „Über Kreuz = cross-over“)

Zu 1: Rapport herstellen bedeutet, den anderen in „seiner Welt“ zu begegnen. Das heißt, ich begebe mich in seine Wirklichkeit, um ihn besser zu verstehen, seine Meinung zu akzeptieren. Damit ist nicht grundsätzlich gemeint, daß ich seine Ansicht teilen muß. Es ist nicht nötig, meine Meinung zu ignorieren. Ich akzeptiere nur zunächst seine Einstellung, um anschließend meinen Standpunkt darzulegen. Anschließend können wir uns einigen oder feststellen, daß wir zwar unterschiedliche Meinungen haben, dieses aber akzeptieren.

Zu 2: Durch Pacing (Spiegeln) kann ich relativ schnell und einfach Rapport herstellen. Pacing kann sowohl auf der verbalen (sprachlichen), als auch auf der non-verbalen (körpersprachlichen) Ebene geschehen.
Beim verbalen Pacing gleiche ich mich an, indem ich das gleiche Repräsentationssystem wie mein Gegenüber benutze. Dafür muß ich zunächst darauf achten, was gesagt wird (ich muß wirklich zuhören, etwas was für viele schwer ist) und dann im gleichen System antworten.

Zu 3: Pacing des körperlichen Ausdrucks:
Ich kann auf der körperlichen Ebene alles spiegeln, was ich wahrnehme. Dazu gehören offensichtliche Sachen, wie z.B. spiegeln der Körperhaltung. D.h., ich setzte oder stelle mich in der gleichen Körperhaltung hin wie mein Gegenüber. Dann kann ich die gleichen Gesten und die selbe Mimik einsetzen, natürlich mit einer kurzen Verzögerung. Ich kann mir bestimmte, auffallende Ausdrücke und Gesten merken, die der Andere einsetzt, um sie ebenfalls zu benutzen. Wenn ich die gleichen Bewegungen durchführe, nennt man dies im NLP direktes spiegeln. Spiegeln in einem anderen System, z.B. die Atmung des anderen mit einer Handbewegung oder dem Wippen eines Fußes zu „kommentieren“ nennen wir „Über – Kreuz – Spiegeln“. Doch Vorsicht: Spiegeln ist kein bloßes „nachäffen“, das würde nur abschreckend wirken. Setzen Sie dieses hervorragende Mittel deshalb mit Bedacht ein!
Neben der Körperhaltung kann ich die Stimme spiegeln: Ich kann mit dem gleichen Tempo, der Lautstärke und der Betonung sprechen.
Sehr elegant, doch am Anfang gewöhnungsbedürftig, ist die Atemspiegelung. Hier atme ich im gleichen Rhythmus wie der Andere. Da diese Spiegelung aber besonders auf der unbewußten Ebene wirkt, kommt es hier sehr schnell einem starken Rapport!