Es mag banal klingen, aber es ist so: Bei jeder Kommunikation gibt es jemanden, der etwas sendet und jemanden, der empfängt. Dabei läuft folgendes ab:

Der Sender denkt etwas (hoffentlich). Diese Gedanken codiert er (er fasst sie in einer bestimmten Sprache in Worte, Gestik, Mimik...). Dann werden sie losgeschickt.
Der Empfänger erhält die Botschaft. Im Optimalfall decodoert er die Nachricht so, dass er sie einwandfrei und eindeutig zuordnen und verstehen kann. Die Kommunikation verlief reibungslos.

Jetzt kann es zu STörungen bei dieser Übertragung von Informationen kommen. Z.B. sprechen beide nicht die gleiche Sprache (denken Sie auch an unterschiedliche Dialekte innerhalb der gleichen Muttersprache), die Übertragung wurde gestört (Umgebungsgeräusche), der Empfänger wurde abgelenkt (durch eigene Gedanken, Nebengeräusche, Körperempfindungen) und die Botschaft selbst war nicht eindeutig.
Bsp: Die Untersuchung von Polizeibeamten kann gefährlich sein.
Ist es nun gefährlich, von Polizeibeamten untersucht zu werden? Oder ist es gefährlich, wenn ich Polizeibeamte untersuchen möchte?

Wenn wir uns mal überlegen, wieviele Störfaktoren es bereits bei diesem einfachen Modell geben kann, ist es nicht verwunderlich, dass es oft zu Missverständnissen kommt. Im Gegenteil. Manchmal kommt es mir wie ein Wunder vor, dass wir uns trotzdem sehr oft richtig verstehen.