Unser Unterbewusstsein (UBW) ist viel zu komplex, um es mit einigen wenigen Sätzen zu beschreiben. Deswegen gehe ich nur auf einen Teil seiner Funktion ein.
Zunächst einmal steuert unser UBW alle inneren Vorgänge in unserem Körper, z.B. die Atmung, Temperatursteuerung, Herzschlag etc. Des weiteren übernimmt es bewußt erlernte und trainierte Abläufe, wie z.B. beim Auto fahren: Am Anfang war es schwierig, zu lenken, die Pedale zu betätigen und auf den Verkehr zu achten. Mittlerweile laufen schalten und kuppeln automatisch, d.h. unbewußt ab. Ebenso verhält es sich mit Fahrrad fahren. Selbst wenn Du jahrelang nicht mehr gefahren bist, weißt Du genau wieder, was zu tun ist, wenn Du Dich auf einen Drahtesel schwingst. Dein UBW legt alles, was es zum Fahrrad fahren braucht, in eine Schublade „Fahrrad“ ab; bei Bedarf öffnet es selbige und holt alles, was benötigt wird hervor.
Aus vielen Experimenten, die unter Hypnose durchgeführt worden sind, wissen wir heutzutage, daß unser UBW alles speichert, was es erlebt, sieht, hört, riecht etc. Wir vergessen nichts, auch wenn uns vieles nicht mehr bewußt ist!
Übrigens, zum Thema „So groß ist mein Kopf nicht, daß ich mir alles merken kann“, die Vernetzungsmöglichkeiten unserer Neuronen im Gehirn ist größer als die Anzahl aller Atome im Universum!!!
Das ist aber längst noch nicht alles, denn es macht noch viel mehr für uns: Es macht alles, was wir ihm vorgeben. Ich erkläre das mit einer Metapher:
Stell Dir vor, Du bist Kapitän auf einem Schiff. Dein UBW ist der Maschinist. Wenn Du nun sagst: „Volle Kraft voraus!“, dann gibt der Maschinist (Dein UBW) Vollgas. Wenn Du sagst: „Halt!“, dann stoppt Dein Maschinist. Er macht alles, was Du ihm sagst. Da er aber im Rumpf des Schiffes ist, sieht und hört er nichts anderes, als das, was Du ihm sagst. Deshalb fragt er auch nicht, ob es richtig und gut ist, was Du willst. Steuerst Du mit voller Wucht auf einen Eisberg zu, wird er Dich nicht warnen, oder von alleine anhalten. Er bewertet Deine Befehle (Deine Gedanken) nicht. Seine einzige Aufgabe ist schließlich, Deine Wünsche auszuführen!


Vielleicht hast Du auch schon von der Eisberg – Theorie gehört. Sie besagt, daß ähnlich wie bei einem Eisberg, nur 10% (sichtbar) über der (Wasser-)Oberfläche sind. 90% jedoch „unsichtbar“ sind. Diese Werte passen auch im Verhältnis Bewußtsein zu Unterbewußtsein: Rund 10% beträgt das, was wir Bewußtsein nennen, 90% sind unser UBW!

10% Bewußtsein - 90% Unterbewußtsein (s. Bild unten)

Eisbergtheorie Zum Vergrößern klicken

Im NLP haben wir noch eine weitere Definition. Sie besagt, daß nur das, worauf wir in einem Moment unsere Wahrnehmung richten, bewußt sind. Alles andere ist unbewußt. Wenn wir uns jetzt noch verdeutlichen, daß wir nur ca. sieben Einheiten bewußt wahrnehmen können, wird das Potential unseres UBW noch deutlicher.

Es kommen noch einige weitere Eigenschaften hinzu:Unser UBW versteht keine Negationen und keine Vergleiche.
„Denke nicht an einen roten Golf.“ Das geht nicht. Um nicht an einen roten Golf zu denken, mußt Du Dir etwas anderes vorstellen. Du kannst auch nicht an einen Baum ohne Blätter denken.Es denkt in Bildern.
Unsere Sprache ist eine Entwicklung des Bewußtseins. Wörter sind „nur“ Symbole, nur Beschreibungen, die nur selten „logisch“ sind. Im Alltag vergessen wir das natürlich, es fällt uns aber schmerzlich auf, wenn wir uns mit jemanden nicht verständigen können, der eine andere Sprache spricht. Oder wenn jemand „Fachchinesisch“ plappert.Gefühle sind stärker als die Logik, bzw. der Intellekt oder der Wille.
Wenn das UBW zwischen zwei gegensätzlichen Wünschen entscheiden muß, siegt immer das, mit dem stärkeren Gefühl. Am Beispiel des Rauchens erkennen wir das sehr gut: Wenn der Vernunft entscheidet, das das Rauchen ungesund ist und wir uns jetzt keine anstecken, ist das Gefühl, jetzt rauchen zu „müssen“ so stark, daß wir schon im nächsten Moment die „Kippe“ im Mund haben.Es kennt keine Realität.
Für unser UBW ist das, was in unserem Kopf passiert genau so real, wie das, was „in der Welt“ passiert! Vielleicht hast Du schon einmal einen Horrorfilm gesehen. Anschließend mußtest Du allein durch die Straßen oder in den Keller gehen. Obwohl Du genau wußtest, das vorher war nur ein Film, hast Du Dich vielleicht gefürchtet oder erschreckt. Alles, was in diesem Film war, war für das UBW real. Deswegen wurde auch die gleiche Spannung wieder erzeugt!Es speichert alles und ist dabei wertfrei.
Diesen Punkt habe ich oben bereits beschrieben.

Die „Gesetze“ des Geistes

1. Ursache und Wirkung
Ob es uns gefällt oder nicht: Wir Menschen sind an diese Welt gebunden. Und damit gelten die physikalischen Gesetze für die Welt genau so wie für uns! Das Gesetz besagt nichts anderes, als daß jeder Wirkung, jedem Geschehen eine Ursache zu Grunde liegt. Oftmals ist die Ursache nicht klar oder eindeutig, doch gibt es sie auf jeden Fall. Wenn du etwas ernten willst, muß zuerst gesät werden. Wenn Du einen Ball fangen möchtest, muß er vorher geworfen werden. So einfach ist es und doch so schwierig im Alltag. Da passiert etwas „aus heiterem Himmel“. Doch wie ein Regenschauer nicht prasseln kann, wenn sich vorher nicht Wassertropfen zu Wolken gesammelt haben, so kommt auch eine Krankheit (z. B. eine Grippe) nicht, ohne daß vorher etwas geschehen ist.

2. Das Gesetz der Resonanz
Auch aus der Physik wissen wir, daß Körper mit gleicher Energie gleiche Schwingungen besitzen. Und nicht nur unser Körper, auch unsere Gedanken sind Energie und haben demnach Schwingungen (mittlerweile können wir diesen Zustand messen). Und da sich gleiche Schwingungen anziehen und verstärken passiert das auch mit unseren Gedanken und unseren Erlebnissen. Wer ständig glaubt, betrügen zu müssen oder betrogen zu werden, wird ständig Betrüger „treffen“. Wer glaubt, daß die Menschen hilfreich und gut sind, wird hilfreiche und gute Menschen treffen, da er sie mit seiner Energie „anzieht“.

3. Beachtung schafft Verstärkung
Alles, worauf wir unsere Aufmerksamkeit und Energie stecken wird größer, wird wachsen. Leider funktioniert das in positiven genau so wie in negativen Dingen. Wenn wir unseren Kindern, Freunden Kunden etc. immer wieder deutlich machen, wie dumm, wie unpünktlich, wie albern wir sie halten, wird das genannte Verhalten (oder die Fähigkeit) stärker. Wenn wir uns um unsere Kinder oder um unsere Partnerschaft kümmern und positive Energie investieren wird auch diese Beziehung stärker. Am Beispiel der Liebe ist es oft sehr gut zu erkennen:
Zuerst sehen wir durch die rosarote Brille nur Vorzüge. Nach einiger Zeit (wenn die Liebe abgekühlt ist) nehmen wir „plötzlich“ auch die Macken und „Fehler“ war und legen unser Augenmerk darauf: „Immer läßt Du alles liegen!“ „Dein ständiges Gekicher geht mir auf die Nerven!“. Und dadurch verstärken wir dieses ( in unseren Augen) negative Verhalten, bis die Trennung unvermeidlich wird. Meist mit Vorwürfen gewürzt, z.B. „Du hast Dich so stark verändert.“ Wirklich?

4. Nichtbeachtung bringt Befreiung
Die logische Umkehrung des vorigen Gesetzes. Doch Vorsicht: Wer sich von einem Hochhaus stürzt, in dem Glauben, wenn ich nicht beachte, daß es 50m in die Tiefe geht, passiert mir auch nichts, der wendet kein Denkgesetz an, sondern der ist schlichtweg blöd! Es geht hier darum, die Dinge nicht zu beachten, die ich nicht ändern kann.
Oder wie es heißt:
Gott gebe mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann; die Gelassenheit, die Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann, und die Einsicht, das eine vom anderen unterscheiden zu können.

Der Volksmund wendet dieses Gesetz unbewußt an. So heißt es wenn jemand trauert: „Du mußt mal wieder unter die Leute gehen.“ Das stimmt übrigens.
Unser UBW kann die Trauer am Besten verarbeiten, wenn unser Bewußtsein abgelenkt wird.

Hier noch eine Regel als kleiner Tipp:
1. Rege Dich niemals über Kleinigkeiten auf
2. Alles sind Kleinigkeiten!


5. Die sich selbsterfüllende Prophezeiung
Das, was wir glauben, darauf richten wir unsere Aufmerksamkeit. Und damit schaffen wir unsere Erfahrungen und Ergebnisse. Henry Ford drückte es sehr treffend aus:

Egal, ob Sie glauben, daß sie etwas können oder nicht. Sie werden auf jeden Fall Recht behalten.

Wenn wir glauben, daß wir etwas nicht können, versuchen wir es gar nicht oder nur halbherzig. Dementsprechend sieht das Ergebnis aus. Glauben wir dagegen, daß wir etwas können, werden wir immer üben – bis es schließlich gelingt.

6. Die Steuerung unserer Gefühle geschieht mental durch Bilder u. Submodalitäten
Dank dem NLP wissen wir, daß Gefühle „nicht einfach so“ existieren. Jedes Gefühl wird innerlich durch Bilder (und Töne) und die „Untereigenschaften“, z.B. Größe, Farbe, Entfernung, Bewegung, Lautstärke, Klang etc. dargestellt. Diese Untereigenschaften nennen wir Submodalitäten. Durch Verändern dieser Punkte verändern sich auch unsere Gefühle. Wir sind unseren Gefühlen nicht hilflos ausgeliefert, sondern können sie gezielt beeinflussen!


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