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Ankern

Das Ankern (anchoring) ist eine Technik, die von Bandler / Grinder „entdeckt“ worden ist, während sie das NLP - Modell entwickelten. Es ist daher keine „Erfindung“, sondern ein tagtäglich vorkommender Prozess. Das Neue daran ist, dass dieser schnell und daher unbewusst ablaufende Vorgang sichtbar gemacht wurde und durch explizites Darstellen auch bewusst anwendbar ist.

Als wissenschaftlicher Hintergrund gilt die Reiz - Reaktions - Konditionierung, die auch schon beim berühmten Pawlowschen Hund abläuft:
Auf einen bestimmten (externen) Reiz hin läuft ein bestimmtes (internes) Programm ab. Beim Pawlowschen Hund war dies der einsetzende Speichelfluss beim ertönenden Klingelzeichen.

Dank Bandler / Grinder können wir diesen Vorgang nun aufdecken und bewusst einsetzen.
Das Aufdecken ist interessant, wenn wir uns fragen, warum wir uns manchmal ohne jegliche Erklärung von der einen auf die andere Sekunde unwohl oder schlecht fühlen; das Anker setzen ist interessant, weil wir uns dadurch innerhalb einer Sekunde in einen guten Zustand (Power - State) bringen können.
Tatsächlich können wir nicht nicht ankern, d. h. wir ankern uns selbst und andere ständig und werden auch ständig geankert. Die Werbung setzt das Ankern ein, um uns ständig an ihre Produkt zu erinnern und uns in einen „Kauf - Zustand“ zu versetzen.

Als Anker dienen Worte, Gestiken, Bilder, Lieder, Geräusche, Glücksbringer, Farben etc. Anker sind nicht universell, d.h. was für mich ein positiver Anker ist, kann für einen anderen durchaus ein negativer Auslöser sein.

Während jedoch bei der Reiz - Reaktions - Konditionierung ein mehrmaliges, wiederholtes auslösen des Reizes notwendig ist, kann beim bewussten Ankern ein einmaliges setzen reichen. Dafür ist erforderlich, das dieser Reiz „einmalig“ ist und die Intensität des Zustands (die Physiologie) kurz vor dem Höhepunkt ist. Hier liegen auch mögliche Fehlerquellen beim Ankern: Der auslösende Reiz ist für das Unterbewusstsein nicht einmalig (z. B. Hände schütteln), die Intensität hat den Höhepunkt erreicht, bzw. überschritten oder beim Auslösen ist der Ankerpunkt (das Wort, die Geste etc.) nicht „sauber“.
Eine weitere Schwierigkeit tritt dann auf, wenn die Person, die geankert wird, sich während des Erinnerns nicht in einem assoziierten Zustand befindet; dann wird beim Auslösen auch nur ein dissoziierter Zustand eintreten und die Reaktion wird ungenau.

Anker bei anderen können sowohl offen als auch verdeckt gesetzt werden. Offen heißt, dass die Person weiß, dass sie geankert wird; dies wird bei Übungszwecken immer der Fall sein und wenn ich ihr helfen will, dass sie diesen Zustand jederzeit selbst auslösen kann. Verdeckt heißt demnach, dass die andere Person nicht weiß, dass sie geankert wird. So kann z. B. ein Verkäufer einen guten Zustand beim Kunden ankern oder der Chef ankert einen positiven Zustand bei seinem Mitarbeiter (oder umgekehrt).


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